Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen. Diese Worte legt Matthäus oder ein anderer Redaktor Jesus in den Mund. Bibelwissenschafter gehen davon aus, dass der Text zwischen den Jahren 80 und 100 verfasst wurde, also historisch nicht belegt ist. Sowenig gesichert ist auch Petrus‘ Anwesenheit in Rom und seine bischöfliche Funktion. Die Kirche überliefert, dass Petrus (zusammen mit Paulus) im Jahre 67 vom Kaiser Nero am Vatikanhügel hingerichtet und dort begraben wurde. Am 29. Juni wird den Märtyrern gedacht. Wie auf bildlichen Darstellungen überliefert, soll er auf eigenen Wunsch kopfüber ans Kreuz genagelt worden sein, um nicht auf die gleiche Art wie Jesus zu sterben. Er soll 25 Jahre lang Bischof von Rom gewesen sein, so dass fortan eine Amtszeitbeschränkung von dieser Dauer galt, bis schliesslich 1871 Pius IX. diesen Bann gebrochen hat. Pius XII. liess dann einen deutschen Archäologen während dem 2. Weltkrieg im Vatikan graben und verkündete, das Grab von Petrus gefunden zu haben.
Irenäus von Lyon legt um das Jahr 180 die erste Sukzessionsliste des apostolischen Stuhles vor und bekräftigt das Primat des römischen Bischofs. In der Liste der frühen Päpste fehlen allerdings historische Belege, solche gibt es etwa ab dem Jahr 200. Um das Jahr 300 kommt die Bezeichnung Papst auf, später dann auch Pontifex, der Titel des römischen Oberpriesters. Vor der Konstantinischen Wende starben die Päpste vorzugsweise den Märtyrertod und wurden daher von ihren Nachfolgern ausnahmslos heiliggesprochen. Rom war stilbildend für den Märtyrerkult und die Heiligenverehrung, für die Liturgie und den Kirchengesang. Sloterdijk spricht von schicksalshafter Bedeutung der Kirche in der politischen Geschichte Europas.
Mit dem Mailänder Edikt von 313 und der Zuwendung von Kaiser Konstantin wurden die bisher verfolgten Christen über Nacht zu Trägern der neuen Staatsreligion. Konstantin liess über dem Petrusgrab eine fünfschiffige Basilika errichten, bis ins Mittelalter die grösste Kirche. 325 berief er das Konzil von Nizäa ein, dem er persönlich vorstand. Gegen die Arianer aus Alexandria, welche den einen Gott über seinem Sohn und dem heiligen Geist sehen, wurde die Trinität dogmatisiert. Die nächsten sechs ökumenischen Konzile fanden immer im Osten statt und wurden durch die oströmischen Kaiser einberufen. Die weströmischen Päpste fuhren nicht persönlich hin. Konstantin soll dem Papst den Lateranpalast, die Stadt Rom und die westlichen Reichsgebiete geschenkt haben, als er gegen Osten zog. Die vermeintlichen Urkunden entpuppten sich als Fälschung.
Im Jahr 440 wird Papst Leo erwählt, der bald der Grosse genannt werden wird. Er schickte 451 seine christlogische Lehrmeinung (Christus ist wahrer Mensch und wahrer Gott, Zweinaturenlehre) an das Konzil von Chalcedon, wo es mit grosser Zustimmung aufgenommen wurde. Er verstand es, den Anspruch der Führungsrolle von Rom gegenüber den anderen grossen Bischofssitzen in Alexandria, Antiochia, Jerusalem und Konstantinopel zu stärken. Er besänftigte die Hunnen und die Vandalen. Er berief sich gerne auf Petrus, um seine Autorität zu stärken.
Der nächste Grosse war Gregor (590-6049, „der letzte Römer“. Er stammte aus einer alten Senatorenfamilie und war vor seiner kirchlichen Laufbahn Stadtpräfekt von Rom. Er bezeichnete sich selbst als Servus Servorum Dei. Diesen Titel führen die Päpste noch heute. Er formte die kirchlichen Besitzungen zum Staat, schickte Mönche los, um England zu missionieren und bewegte die Langobarden zum Abzug, als diese 592 Rom belagerten.
Unter Berufung auf die konstantinische Schenkung wurden die Päpste seit dem 11. Jahrhundert gekrönt, ab dem 14. Jahrhundert mit der dreistöckigen Tiara.
Die karolingische Einfügung des Filioque in das altkirchliche credo wurde im Osten nie akzeptiert. Schliesslich legten Päpstliche Gesandte vor Kaiser und Patriarch eine Bulle auf den Altar der Hagia Sophia, welche die Exkommunikation vollzog. Die Päpste beanspruchten nun das alleinige Recht, Heiligsprechungen vorzunehmen. Und der Papst sollte nicht mehr durch Klerus und Volk von Rom gewählt werden, sondern dem Kardinalskollegium. Am Zweiten vatikanischen Konzil kam dann ohne Erfolg die Idee auf, die 3000 Bischöfe zum Wahlgremium zu machen. Da das Kardinalskollegium immer länger für den Wahlprozess brauchte, wurde 1274 das Konklave eingeführt wurde. Die Wahl braucht ein Zweidrittelsmehr.
Mit nur 38 Jahren wurde Innozenz III. gewählt, der mächtigste Papst des Mittelalters. Als Kanonist schuf er Ordnung in der Kanzlei und perfektionierte den Nepotismus. Er bezeichnete sich selbst als vicarius Jesu Christi, also sein Stv. Katarer, Albigenser, Waldenser und die Masse nach dem Vorbild der Apostel mittellosen Wanderprediger bedrohten das römisch-katholische Primat. Er setzt auf die jungen Bettelorden von Franziskus und Dominikus, die er empfing und denen er Anerkennung zollte. Die Franziskaner unterwarfen sich dafür bedingungslos unter die Sakramente der Kirche. Mit Innozenz III. erreichte der Kirchenstaat seine grösste Ausdehnung. Er zettelte einen vierten Kreuzzug an und eroberte 1204 Byzanz.
Im dunklen Mittelalter kam die Legende von der Päpstin Johanna auf. Sie soll überführt worden sein, weil sie mitten in einer Prozession, wie soll ich sagen, niedergekommen ist. Seither wurden neu gewählte Päpste auf den sedes stercoraria gesetzt, sodass ein Diakon das Geschlechtsorgan von unten zur Schau bekam. Der Kotstuhl steht immer noch im Vatikan zur Bestaunung.
Zum 1300. Geburtstag Jesu, Jerusalem war verloren, strömten Pilger in Massen nach Rom. Bonifaz VIII. setzte sich an die Spitze dieser Bewegung und rief am 22. Februar 1300 erstmals ein heiliges Jahr aus. Avignon, wohin der gefangene Papst verschleppt wurde und das 70 Jahre lang als Papstresidenz diente, gehörte schon vorher und auch nachher zum Kirchenstaat – bis zur französischen Revolution. Bald gab es zwei, dann drei Päpste. Bis das Konzil mit Martin V. einen Kandidaten kürte, der allgemeine Anerkennung fand. Dieses Konzil in Konstanz blieb aber in Erinnerung, weil dort Jan Hus verbrannt wurde.
Im Renaissancepapsttum treten die religiösen Belange hinter politische Interessen und kulturelles Mäzenatentum. Der Vatikanpalast wird gebaut, die Bibliothek universalisiert. Alexander VI., ein Borgia, teilte 1493 die Welt in kastilische und portugiesische Hoheitsgebiete. Er verheiratete seine zahlreichen Kinder herrschaftspolitisch. Er soll mehrere Rivalen vergiftet haben, mit einer Mischung aus Bärengalle und Arsen mit der Bezeichnung Cantarella. 1503 will er den Kardinal Adriano Castello beseitigen, doch der Diener hat was vertauscht. Er stirbt einige Tage später unter Qualen.
1506 liess Julius II. in der Schweiz eine persönliche Schutztruppe anwerben, nachdem er die Romagna, Parma und Piacenza dem Kirchenstaat einverleibt hatte. Er liess den konstantinischen Petersdom abreissen und begann 1503 mit dem Neubau. Zur Finanzierung wurde der Petersablass ausgegeben, hochspekulative Papiere und mit ein Auslöser der Reformation. In der Kapelle Luthernbad hängt ein solcher Ablass. Michelangelo wurde aus Florenz abgeworben für die Decke der Sixtinische Kapelle. Raffael bemalte die Stanzen.
Von 1523 bis 1978 gab es ausschliesslich italienische Päpste.
Die Katholiken unterlagen in vielen Disputationen den Reformierten, so dass die Kirche nun in Priesterseminare investierte. 1534 gründete Ignatius von Loyola den Jesuitenorgen, als päpstlich-intellektuelle Vormacht.
Beim Sacco di Roma 1527 starben 147 der 189 Schweizer Gardisten, damit Clemens VII. in die Engelsburg fliehen konnte.
Im Mittelalter war es nicht üblich, dass ein Papst theologische Lehrschreiben verfasste, erst 1740 erschien die erste Enzyklika. Sie tragen als Titel die lateinischen Anfangsworte (Incipit).
Als Reaktion auf die Reformation intensivierte Gregor IX. die Inquisition, ab 1252 mit Folter. Die Inquisitoren waren meist Dominikaner. Verurteilte wurden der weltlichen Gewalt zur Vollstreckung des Urteils übergeben. Höchststrafe: öffentliche Verbrennung. Etwa 25’000 etwas anders Gläubige wurden hingerichtet. Auf Bitten der spanischen Krone begründete Sixtus IV. die spanische Inquisition, Paul III. schuf 1524 die römische Inquisition zur Bekämpfung reformatorischer Tendenzen. Den sechs Kardinälen und Generalinquisitoren stand der Grossinquisitor vor. 1908 wurde diese Behörde in Heiliges Offizium umbenannt, 1965 in Kongregation für die Glaubenslehre.
Paul IV., ehemaliger Grossinquisitor, schuf 1559 den Index verbotener Bücher: Die Lektüre war für Katholiken bei Androhung der Exkommunikation verboten. Alle Bibeln ausser der Vulgate standen auf dem Index. Heliozentritsche Schriften z.B. von Galileo Galilei waren verboten. Paul IV. zwang die römischen Juden in ein Ghetto, das nachts von aussen verschlossen wurde. Die Juden mussten ein Kennzeichen tragen. Nach seinem Tod brannte das Volk den Inquisitionspalast samt Folterkammern nieder.
Gregor XIII. (1572-1585) baute am Belvederehof einen „Turm der Winde“, eigentlich ein Observatorium des irdischen Himmels. Er hatte die konziliarische Sendung, den Heiligenkalender neu aufzulegen. Mit zwei römischen Astrologen schuf er 1582 den gregorianischen Kalender. In diesem Jahr folgte auf den 4. Oktober gleich der 15. Er verkündete, dass die Schalttage bei einem Jahrhundertwechsel ausfallen, ausser die Jahreszahl lässt sich durch 400 teilen. Die protestantischen Staaten taten sich schwer mit dem neuen Kalender, orthodoxe und koptische Kirchen halten bis heute am julianischen Kalender fest. Zur Ausbildung der Jesuiten schuf der Papst das Collegio Romano, aus dem die spätere Universität Gregoriana hervorging. Bis ins 19. Jahrhundert wurden auch mathematische und naturwissenschaftliche Forschung betrieben. Noch heute durch Jesuiten geführt, ca. 1’500 Studenten.
Als Bibelgelehrter und einer von nur zwei nicht-adligen Päpsten zwischen 1500 und 1903 arbeitet Sixtus V. (1580-1590) an einer Neuedition der Vulgate mit. Er hat die Kurie zur modernen kirchlichen Zentralregierung ausgebaut. Rom zählte damals ca. 100’000 Einwohner, der Kirchenstaat ca. 1,5 Mio. Er liess die antike Wasserleitung aus den Sabiner Bergen erneuern und schuf auf dem Quirinal den Moses-Brunnen. In technischer Hinsicht eine Meisterleistung war 1586 die Umsetzung des ägyptischen Obelisken aus dem Nero-Zirkus in die Mitte des Petersplatzes. Der 25 Meter hohe Stein wiegt etwa 320 Tonnen. Petrus soll 64 n. Chr. dort gekreuzigt worden sein. Die Kolonnaden um den Petersplatz sind 143 überlebensgrosse Heiliugenstatuen – grosses Barocktheater. Der päpstliche Plan, das Kolosseum zu einem Wohn- und Geschäftskomplex umzunutzen, wurde erst von Sibylle Berg in ihrem postkapitalistischen Roman Bella Vita umgesetzt.
Zwischen 1590 und 1903 wurden die Herzen der Päpste in der Herzgruft beim Trevibrunnen eingelagert. Das 17. und 18. Jahrhundert haben unter den Päpsten keinen einzigen bedeutenden Theologen hervorgebracht, kein einziger wurde heiliggesprochen. In der Fastenzeit 1770 hörte der vierzehnjährige Mozart in der Sixtina das Miserere von Gregorio Allegri, deren Noten geheimgehalten wurden. Zu Hause schrieb der Jüngling die Noten nieder. Clemens XIV. hob den Jesuitenorden auf, nachdem sich neben den bourbonischen Höfen auch Maria Theresia von der Gesellschaft abrückte. Der Wiener Kongress restaurierte ihn später wieder.
Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte am 26. August 1789 wurde von der Mehrzahl der französischen Geistlichen mitgetragen, doch die Abschaffung des Zehnten und die Verstaatlichung von Kirchengütern führten zur Verurteilung g der neuen Ordnung durch Pius VI. Napoleon eroberte Oberitalien, der Kirchenstaat verlor Ravenna, Bologna und Ferrara. Napoleon verschleppte den greisen Papst, der als Pius der letzte verspottet wurde, nach Frankreich, wo er kurz darauf verstarb. Die wertvollsten Kunstwerke waren mit nach Paris. Im Jahr 1800 wurde in Venedig Pius VII. gewählt, der 1804 Gast bei der Kaiserkrönung in Paris war. Doch die Krone setzte sich Napoleon selber auf. 1808 besetzte er Rom, annektierte den Kirchenstaat und setzte den Papst wieder in Gefangenschaft – erst 1814 konnte er nach Rom zurück. Der Wiener Kongress stellte den Kirchenstaat wieder her, allerdings ohne die französischen Besitzungen.
Nach dem Wiener Kongress waren die Päpste ein halbes Jahrhundert lang reaktionär und Intransigenz; sie verurteilten Gewissens- und Religionsfreiheit und bekämpften die Trennung von Kirche und Staat. Pius IX., mit jungen 54 Jahren 1846 gewählt, blieb mit über 32 Jahren am längsten im Amt. Die italienische Einigungsbewegung um Guiseppe Mazzini wandte sich vor allem gegen die österreichische Vorherrschaft in der Lombardei und buhlte um den Papst. Doch dieser wollte neutral bleiben, so dass er nach Sizilien fliehen musste. Nur unter dem Schutz ausländischer Truppen konnte er 1850 wieder nach Rom. 1861 wurde Viktor Emmanuel italienischer König. Nach Abzug der französischen Schutztruppen eroberte er 1870 Rom. Der Papst fand sich wieder als Gefangener im Vatikan – das sollte bis 1929 so bleiben. Pius IX. erliess das Dogma der unbefleckten Empfängnis, setzte die päpstliche Unfehlbarkeit durch und Verbot den Katholiken die Teilnahme an Wahlen. Die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel wurde erst 1950 dogmatisiert.
Auf ihn folgte mit Leo XIII. (1878-1903) das Gegenteil, ein internationaler Vermittler und Sozialethiker. Kein neuzeitlicher Papst war so populär wie er, der mit 93 Jahren im Amt verstarb. Er gab Zeitungsinterviews und öffnete das vatikanische Archiv für die Forschung (noch immer gilt eine Sperrfrist von 70 Jahren). 1903-1914 folgte Pius X., ein entschiedener Antimodernist. Dann Benedikt XV: gilt als Friedenspapst, weil er sich entschieden gegen den 1. Weltkrieg aussprach und sich politisch nicht vereinnahmen liess.
Pius XI. handelte mit Mussolini die Lateranverträge aus, so dass wieder ein Kirchenstaat entstand, mit knapp einem halben Quadratkilometer Fläche, in Form einer Wahlmonarchie.
Pius XII. bekam den Beinamen Schweigepapst, weil er selbst zum deutschen Angriff auf das katholische Polen den Mund nicht aufmachte. Rolf Hochhuth hat ihn im Stück Der Stellvertreter später gepiesackt. 1942 verurteilte der Antikommunist zwar die deutsche Mörderei, vermied aber das Wort Jude.
Sein Nachfolger Johannes XXIII. eröffnete am 11. Oktober das 2. Vatikanische Konzil mit 2’500 Bischöfen aus der ganzen Welt. Verlas am Radio einen Appell zur Kubakrise. Wurde in der Prawda abgedruckt. Empfing Chruschtschow Tochter. Kurz vor seinem Tod am 3.6.1963 veröffentlichte er eine Friedensenzyklika, in der erstmals Religions- und Gewissensfreiheit gewürdigt wurden.
Das Konzil wurde durch Paul VI. weitergeführt. Er bremste die Reformer durch zahlreiche sprachliche Abschwächungen aus, doch Erzbischof Marcel Lefebvre und seine konservative Bewegung lehnten die reformierte Liturgie, die Aussöhnung mit den Juden, Kollegialität des Konzils, Religionsfreiheit und Ökumene strikt ab und formierte die Piusbruderschaft. Pius X. wurde 1954 von Pius XII. heiliggesprochen, sein Gedenktag ist der 21. August. Paul VI. behielt sich während der Konzilsberatungen die Entscheidung betreffend Zölibat und Empfängnisverhütung vor, obwohl eine päpstliche Untersuchungskommission sie unter bestimmten Umständen als zulässig befand. Darauf folgte eine Welle von Amtsverzichtungen, die Laisierung erreichte auch den Abt in Einsiedeln. Paul VI. verzichtete auf die Tiara und liess sein persönliches Exemplar versteigern zu Gunsten der Armen. 1970 wurden ökumenische Trauungen möglich.
1978 war Johannes Paul gerade mal 33 Tage im Amt, bevor er an einem Herzinfarkt verstarb. Sein Nachfolger Johannes Paul II., Wojtyla, der erste Nichtitaliener seit 445 Jahren blieb, bis 2005 im Amt. Er wird als Grosser gehandelt, weil er zum Fall des Kommunismus massgeblich beigetragen habe. Mit 482 Heiligsprechungen hält er eine Rekordmarke. 1979 bereiste er mit Triumph sein Heimatland Polen. 1981 beging ein Türke ein Attentat auf ihn, angeblich im Auftrag des Kreml. 2005-2013 amtete dann Ratzinger als Benedikt XIV. Auf ihn folgte der Jesuit Franziskus, der schätzungsweise 150 Mio neue Katholiken rekrutierte. Der heutige Papst Leo XIV. hat als Augustinermönch am 22. Oktober 1983 in Rom gegen die Stationierung von NATO-Raketen in Europa demonstriert, ich in Bern. Im April rief er in Assisi die Jugend zum waffenfreien und entwaffnenden Frieden auf.
Guten Abend Jürg
vielen Dank für den Abriss zur Geschichte der Päpste. Ich verstehe nur den Einschub von und mit Sloterdijk nicht: Sloterdijk spricht von schicksalshafter Bedeutung der Kirche in der politischen Geschichte Europas. Dass die Kirche ein konstituierendes Element der europäischen Gesellschaften war, versteht sich von selber, aber was hat das Schicksal hier zu suchen und, eben, Sloterdijk? Ich rate zu einer besseren Wahl bei Name- and Sentence-Dropping. Deine Texte werden mit Sloterdijk nicht besser.
Saluti, Albert
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