Allerhöchstdieselbe

Eines der frühest gedruckten Bücher ist ein Schachbuch des Spaniers Lucena. Die erste Hälfte handelt von der Liebe,  die zweite von Strategie, Taktik und zwingender Kombination. Beiderlei höfische Liebhaberei. Ich mach mir ein Brot aus Roggenschrot. Willst Du auch eines? fragt Auster. Herzlichst geht in keinster! Weise. Zum Ausdruck soll größtmögliche Teilhabe an einer Eigenschaft kommen, der kardialen Güte. Sie schwillt zur kardinalen Herrlichkeit, verpufft der Bluff im Hyperlativ. Elativ gemeint, doch exzessiv verausgabt. Um sich dann vollständig in die Kontemplation seiner erhabenen Einsamkeit zurückzuziehen. Dann gab er sich mit seinem steinernen Profil als Ältester. Eisenabguss beharrlichen Männer-Willens, wer einen Pudel bestellt. Eulen ins Wasser wirft.

Jenes bleibt verborgen. Selbst die feuchte Wärme wird ventiliert, mit Geist belüftet. Eintritt und Austritt tropfen sich hinauf. Schwellungen saugen sich Einlass, der Augenblick hüpft auf dünnem Lichtstrahl, spiralig balzt das Flügelpaar. Hügel der Wucht auf der Stirn, reines Bewusstsein die Frucht. Organmagma steigt der Gravität zuher, plasmische orgasmata – der geometrische Fluchtpunkt ihre Majestät. In seinem Namen. Die Drehung hilft, der Zeit zu folgen: die Leiber schaukeln auf den Wellen des Raumes. Im Schaum der Sinne gehüllt der ewige Sinn.

Die Herzen frequentieren den Äther und sequenzieren die teilchenschlaue Masse. Der Überfluss geht dem Zufluss voraus, bestimmt vollauf, dem Pegel abgewandt. Das Subjekt prädiziert die menschliche Grammatik: Die Missionsbraut nimmt ihn wegen seiner Sendung und wird ganz ausgefüllt. Hirnlappen der Stirnseiten, durchzuckt vom Feuerwerk der Quasaren, transkranielles Umarmen. Die unwiderrufbare Form axiomatischer Kreatürlichkeit. Die Sensation schleimhäutiger Denker, Derwisch der Laute und Launen.

Die leicht eingetrübte Flüssigkeit wurde in der Belle Époque zur gesteigerten Beseelung getrunken. Wird die geöffnete Auster von ihrer flachen Schale getrennt, der Schliessmuskel durchbrochen, so beginnt die Muschel langsam ihre Körperflüssigkeit, milchiges Meerwasser, auszuscheiden. Gekräuselte Meerbrise du parc; bei Ebbe gelesen das Gut. Die Drucksensoren mit Muskeln verbunden, zentrumslos. Die Sensation, durch meinen warmen und weichen Hals zu schlüpfen, der Wandlung entgegen. Gemeinsam bewegt. Erläuterung der Communio durch Fine de claires, in Salzwasser gebadet. Strahlender Geschmack, mineralisch die Begleitung, bezeugt in Matrons Versen.

Reinheit und Klarsicht klumpen opak im Munde und lösen sich licht. Der Schatten rückt nach. Die äusserste Spitze schlägt bltzende Funken und spendet das Innerste. Der letzte Satz bedeckt den vorigen mit der Hoffnung des nächsten. Der Baum öffnet sich zur Seite, aufgebrochen die Rundung der Lippen. Da züngelt im Gewebe der Leichtigkeit das Mutterkorn, der Rest dorrt ab. Erreger platzen, kein Beweger lässt die Versuchung aus. Gesegnet das Leben.

Nichts ist vor dem Unbewegten gefeit. Der Himmel hat sich auf die Erde gesenkt; berührungslos vereint die Gegenständigkeit. Grosszügig treiben Schwaden des Glücks durch die Flusstäler der Jahrhunderte und die Ackerfurchen der Geschlechter. Der Mensch ist die Frucht im Boden der Erkenntnis; dem Gott nährend Trüffel. Das Semicolon nimmt den Doppelpunkt ins Auge, dann die ganze Pracht a tergo durch erklärte Habenheit.

Mitlaute raunen das Mantra der reinen Wiederholung der anderen Einmaligkeit. Hüftgürtel über der hügligen Vernunft. Warnfarben und Tarnfarben flimmern kaleidisch in der melodischen Ruhe. Der Kristall tropft in die schieren Schlieren, löst sich im Sinter des Daseins wie in Daten. Kein Haar will gezählt werden, die Verschwendung streckt sich bis zum Bindestrich. Flaumt hoch, hebt die Lider zum Grund der Wandlung. Punkte liegen da, wo die Auslassung beginnt, der Schimmer bestimmt. Die Offenbarung zieht den Blick auf sich und speist die Seele mit Wahrhaftigkeit. Die Fugen voller Schönheit, Bindemittel der Güte. Kryptischer Klartext entschlüsselt als Liebe.

Einer, der nicht an das eigene Ich glaubte, suchte hier freundlich zu deuten, als Partizip der wohlwollenden Airs – aus den Stirnseiten der Leibblättern eingedunkeltes Rot, oxidierter Samt. Das einzige, was lebt, hat man nur zu zweit: Das Alleinige. Die Monade beider Nomaden. Nicht so einer, der alles an der Wand ziehen und stehen hat, Schaudinger bloss. Das Stampfen und Schaukeln der Geringsten trotzt der Gewöhnung des Höchsten. Täuschendes Glück, am Ende zu sein. In der Überschwemmung keimt der Mangel und folgt die komplementäre Philamorie. So vieles wird mit sich selbst nicht fertig, das vorfällt. Aus Begebenheiten kommt da diese Merke, Spuren der Hoffnung, liebhaberhaft das Erzählte gemeint. Was auffällt, beginnt im Anrühren. Die funkelnde Gunst unbeschriebener Haut.